Ziele des Leitfadens

Der vorliegende Leitfaden «Nachhaltigkeit und Wertermittlung von Immobilien» ist das Ergebnis einer fruchtbaren trinationalen Zusammenarbeit. Auslöser war ein «Kaminfeuergespräch» in Zürich, welches uns an der Wertermittlung und an einer stärkeren Integration von Nachhaltigkeitsaspek- ten Interessierte zusammenführte. Wir alle hatten uns bereits mit ähnlichen Fragen beschäftigt: Wie kann die Nachhaltigkeit von Immobilien erfasst werden? Welche Nachhaltigkeitsaspekte beein flussen direkt oder indirekt den Wert oder wirken sich auf das Risiko aus? Wie kann das in der Wertermittlung berücksichtigt werden? Aus diesem «Kaminfeuergespräch» entstand die Idee, Ansätze zur Beantwortung dieser Fragen gemeinsam weiterzuentwickeln.

 

Fachlich unterstützt, insbesondere durch eine Schweizer Gruppe von Verbandsvertretern und Experten entstand so ein Leitfaden für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Soweit sinnvoll und erforderlich, wird auf länderspezifische Besonderheiten z.B. im Zusammenhang mit den Verfahren zur Wertermittlung eingegangen. Soweit unterschiedliche Begriffe üblich sind, werden diese am Ende des Leitfadens erläutert.

 

Der vorliegende NUWEL-Leitfaden baut darauf auf, dass die Wertermittlung bei Immobilien eine objektspezifische Begutachtung und Beurteilung durch Sachverständige ist und diese die Verantwortung dafür tragen, dass der Wert korrekt ermittelt wird. Dies gilt weiterhin unverändert. Der Leitfaden soll Sachverständigen dabei eine praktische Unterstützung bieten. Dazu wird aufgezeigt, welche Nachhaltigkeitsmerkmale von Immobilien den Wert beeinflussen und wie dieser Einfluss bei üblichen Wertermittlungsverfahren berücksichtigt werden kann. Mit einer Übersicht über die wesentlichen empirischen Arbeiten gibt der Leitfaden zudem Hinweise auf Grössenordnungen der Wert- beeinflussung durch Nachhaltigkeitsaspekte.

 

Jetzt geht es darum, dieses Wissen in die Praxis umzusetzen. Unser Wunsch ist es, dass der Leit- faden aktiv genutzt wird und die wesentlichen Grundsätze in einschlägige Richtlinien einfliessen. In der Schweiz ist dies im Zusammenhang mit der Überarbeitung der Swiss Valuation Standards bereits geschehen.

 

Mit dem Vorliegen des Leitfadens ist ein erster Schritt getan. Es ist uns jedoch bewusst, dass noch Handlungsbedarf besteht: Es müssen sowohl die empirische Basis verbreitert als auch der Leitfaden der weiteren Entwicklung angepasst werden. Für den Austausch von Erfahrungen und für Anregungen zur Weiterentwicklung haben wir deshalb eine Dialogplattform eingerichtet. Bitte teilen Sie uns und anderen Interessierten Ihre Erfahrungen und Ihre Anregungen über unser Kontaktformular mit.

 

Zürich/Karlsruhe/Geislingen/Stuttgart/ Regensburg, im Dezember 2011

 

 

 

Gliederung

VORWORT

1.      EINFÜHRUNG

1.1    AKTUELLE TRENDS IN IMMOBILIENWIRTSCHAFT UND WERTERMITTLUNG

1.2    ROLLE VON WERTERMITTLUNG UND SACHVERSTÄNDIGEN

1.3    ZIELE UND AUFBAU DES NUWEL-LEITFADENS

2.      GRUNDSÄTZLICHES ZUM EINBEZUG VON NACHHALTIGKEIT

          IN DIE WERTERMITTLUNG 

2.1    GRUNDSÄTZE

2.2    NACHHALTIGKEITSBEGRIFF UND NACHHALTIGKEITSVERSTÄNDNIS

2.3    WERTRELEVANTE IMMOBILIENMERKMALE

3.      EINBEZUG BEI DEN VERSCHIEDENEN METHODEN

          DER WERTERMITTLUNG

3.1    VERGLEICHSWERT

3.2    SACHWERT

3.3    ERTRAGSWERTORIENTIERTE VERFAHREN

4.      QUANTIFIZIERUNG DES EINFLUSSES AUF DEN IMMOBILIENWERT

4.1    EINFLUSS VON NACHHALTIGKEITSMERKMALEN GEMÄSS STUDIEN

4.2    METHODENSPEZIFISCHE AUFBEREITUNG VON

          NACHHALTIGKEITSMERKMALEN

4.3    ANSÄTZE ZUR KONKRETISIERUNG AUSGEWÄHLTER

         WERTRELEVANTER NACHHALTIGKEITSMERKMALE

5.      DARSTELLUNG IM GUTACHTEN

6.      AUSBLICK

LITERATUR

ANHANG

 

DOWNLOADS:

Hier finden Sie direkt eine herunterladbare Version des Leitfadens sowie der Arbeitsblätter.

 

- NUWEL-Leitfaden

- NUWEL-Checkliste

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

FOTO:

Rolf Bork, aboutpixel